Ein Pissoir, Mehrzahl Pissoire, ist eine Vorrichtung zum Urinieren im Stehen. Es findet sich in unterschiedlichen Ausführungen meist auf öffentlichen Toiletten, aber auch im öffentlichen Raum oder im Privatbereich. Urinale sind meist für für die Benutzung durch männliche Personen vorgesehen, es existieren jedoch auch Modelle speziell für Frauen beziehungsweise für die Benutzung durch beide Geschlechter.
Bauweise:
Als Weiterentwicklung der Pinkelrinne entstanden, sind die heutigen Urinale meist aus Porzellan, seltener aus Edelstahl, VA (Knast und Kirmes) oder Kunststoff gefertigt und so ausgeformt, dass der Urin möglichst spritzfrei aufgenommen wird. Urinale haben meist eine Wasserspülung, die von Hand mit einem Spülventil oder über automatische Sensoren betätigt wird. Bei manchen Urinalen wird in regelmäßigen Zeitabständen automatisch gespült. Es gibt seit einiger Zeit auch wasserfreie Pissoire (Trockenurinale), die keine Spülung benötigen und somit überhaupt kein Wasser verbrauchen. Diese Weiterentwicklung des Urinals ist das wasserlose Urinal einer dänischen Firma mit umweltfreundlicher Dichtung aus pflanzlicher Sperrflüssigkeit und der sogenannte “Urimat” einer Schweizer Firma, der den Urin durch Ausnutzung des Flüssigkeitsdrucks absaugt und kein Wasser oder Chemikalien verwendet.
Weiterhin werden zur einfacheren Reinigung im Urinal WC-Steine und ein Auffanggitter für Zigarettenstummel verwendet. Manchmal ist auch ein Urinal in etwas niedriger Höhe angebracht, um kleineren Personen die Nutzung zu ermöglichen (Peter).
Bisweilen werden in Urinalen Markierungen als “Zielhilfen” zur Verringerung des Reinigungsaufwands entweder bei der Produktion in die Keramik eingebrannt oder nachträglich als spezielle oder improvisierte Aufkleber angebracht. Häufig hat die Markierung das Aussehen einer Fliege. So werden manchmal auch die Spritzschutzmatten mit einem kleinen Tor und einem davon herunter hängenden Ball versehen, um die Zielgenauigkeit unter Ausnutzung des Spieltriebes zu erhöhen.
Da beim Urinieren der Körper keinen Kontakt mit dem Urinal hat, ist es in dieser Hinsicht hygienisch, allerdings nicht, wenn der Nachbar zu sehr spritzt, das man alles abkriegt. Auch sollte man während des Urinalvorgangs sich nicht beim Unterhalten zum Nachbarn hindrehen. Ein nasses Hosenbein des Kommunikationspartners und anschließend punktuell zugeführte mechanische Energie seiner Handfläche könnten erhebliche Schmerzen, verfärbte Gliedmaßen und Prellungen nach sich ziehen.
Also denn, verpisst Euch.
P.S.: Eddy erobert im Schatten dieser hitzigen Diskussion die Tabellenspitze zurück.